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    Lizzie Mary Cullen


    Es klingt seltsam, wenn ich das so sage, aber ich habe mich früher etwas dafür geschämt, Künstlerin zu sein. Ich sah meine Kommilitonen auf Camberwell, wie sie versuchten, einander zu übertreffen und so „künstlerisch“ zu sein wie möglich, und fand es einfach nur erdrückend. Als ich auf Goldsmiths einen hochinteressanten Design BA-Kurs besuchte, träumte ich davon, eine Idee zu haben, etwas zu erfinden, ein Produkt für Kunden, die mich dafür bezahlen würden. Das war so einfach und elegant, dass ich mich fortan als „Designer“ bezeichnete.


     
    Erst seit etwa einem Jahr, nachdem ich schon fünf Jahre lang als Zeichnerin gearbeitet hatte, bin ich endlich in der Lage, dazu zu stehen und zu sagen, ja, ich bin Künstlerin. Früher habe ich Galerien mit einem schlechten Gewissen besucht. Wie konnte ich meine Tage damit vergeuden, mir so etwas Schönes, Inspirierendes anzusehen? Ich sollte an meinem Schreibtisch sitzen und zeichnen. Was ich damals nicht verstand, obwohl es mir auch schon von zahllosen Mentoren gesagt worden war, war, dass die Seele Schönheit und Inspiration sehen muss, um ihre wahre Schaffenskraft entfalten zu können. 


     
    Bevor ich Graham and Brown meine Ideen für die New Wave-Kollektion unterbreitete, hatte ich wie eine Wahnsinnige an meinen Designs gearbeitet. Nach einer Woche der Ideensammlung, die absolut ergebnislos war, hatte mich die Panik überfallen. Dann entschloss ich mich spazieren zu gehen. Ich verließ meine kleine Wohnung in Bermondsey und lief nach Highgate. Durch Moorgate und in die Nähe der Old Street. Ich bummelte durch Angel und die Upper Street hinunter. Dabei musste ich immer wieder nach oben schauen. Dort oben waren Gesimse an den Gebäuden, Türmchen, Drachen und verzierte Fenster. Es juckte mir in den Fingern, ich wollte den Augenblick auf dem Papier festhalten, um meine Reise durch das, was für mich die schönste Stadt der Welt ist, zu dokumentieren. 


     
    Als die Nacht hereinbrach, wurde mir klar, dass ich hier, in meiner LieblingsStadt alle Inspiration der Welt hatte. London ist schon seit Jahren das Motiv meiner Arbeit. Das alte Herz dieser Stadt ist auch jetzt noch, mit all seinen gläsernen Wolkenkratzern, die sich in den Himmel strecken, voller Leben und in jedem Winkel wartet eine Geschichte. Ich stelle ab Januar 2015 in der Serena Morton-Galerie in Ladbroke Grove aus. In dieser Ausstellung mit dem Titel „Hidden Palaces“ versuche ich, die Geheimnisse Londons aufzuspüren, die Häuser, Museen und Höhlen, die uns so teuer sind, weil sie unsere Hauptstadt so großartig und geheimnisvoll und zu so einer Inspiration machen. 

    Tapete Colour Me & Tapete Lizzies Doddle beide erhältlich bei
     
    Ich möchte Sie herzlich nach London oder auch einfach nur dazu einladen, sich an meinem Tapetendesign zu erfreuen, dem Produkt meiner einsamen Stadtwanderung im vergangenen Frühling. 
     
    Liebe Grüße von Lizzie





    Geschrieben von Lizzie

    Mit ihren originellen Tuschzeichnungen hat die Illustratorin Lizzie Mary Cullen unter ihren Anhängern schon fast so etwas wie Kultstatus erreicht. Je genauer man sich Cullens wirbelnde Designs ansieht, desto mehr gibt es zu sehen. Dasselbe gilt für Lizzie‘s Doodle. „Ich wollte etwas Fantastisches schaffen. London ist eine der ältesten Städte der Welt, und zugleich auch die modernste. Ich wollte die Vielseitigkeit der Stadt zeigen und sowohl ihren Zauber als auch die Normalität festhalten.“



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